Dynastische Eheverträge der Frühen Neuzeit (1500-1800)

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Name
 
Ehevertrag Anhalt-Dessau - Hessen-Kassel 1623
Name
Ehevertrag Anhalt-Dessau - Hessen-Kassel 1623
(Bearbeitungsstand)
2017 XII BB
Grunddaten Ehevertrag
 
#1
Vertragspartner Bräutigam
Anhalt-Dessau
Vertragspartner Braut
Hessen-Kassel
Datum Vertragsschließung
17.5.1623
Ort Vertragsschließung
Dessau
Eheschließung vollzogen?
Ja
Interkonfessionelle Ehe?
Nein
Bräutigam
 
#1
Bräutigam Name, Titel
Johann Kasimir, Fürst von Anhalt-Dessau
Bräutigam Geburtsjahr
1596
Bräutigam Sterbejahr
1660
Bräutigam Dynastie
Askanier (Anhalt)
Bräutigam Konfession
Evangelisch-Reformiert
Braut
 
#1
Braut Name, Titel
Agnes von Hessen-Kassel
Braut Geburtsjahr
1606
Braut Sterbejahr
1650
Braut Dynastie
Hessen (Kassel)
Braut Konfession
Evangelisch-Reformiert
Akteur Bräutigam
 
#1
Akteur Bräutigam Name, Titel
Johann Kasimir, Fürst von Anhalt-Dessau
Akteur Bräutigam GND
Akteur Bräutigam Dynastie
Askanier (Anhalt)
Akteur Bräutigam Verhältnis zu Bräutigam
selbst
Akteur Braut
 
#1
Akteur Braut Name, Titel
Moritz, Landgraf von Hessen-Kassel
Akteur Braut Dynastie
Hessen (Kassel)
Akteur Braut Verhältnis zu Braut
Vater
Vertragstext
 
#1
Archivexemplar
Marburg, Staatsarchiv, Urk. 3, Nr. 278
Vertragssprache Archivexemplar
Deutsch
Drucknachweis
nicht nachgewiesen
Vertragssprache Druck
nicht nachgewiesen
Digitalisat Druck
nicht nachgewiesen
Vertragsinhalt
[Prä] – zu Lob und Ehre Gottes, zur Erhaltung, Vermehrung und Bestätigung von Freundschaft, Liebe und Korrespondenz zwischen beiden Fürtsenhäusern, zu Wohlfahrt und Förderung von Land und Leuten beider Seiten: Eheabrede bekundet (3)

[1] – mit Rat und Zustimmung von Verwandten des Brautvaters, nach Brautwerbung: Einwilligung für Braut erteilt, Hochzeit in Dessau vereinbart, Eheversprechen von Bräutigam erteilt (3)

[2] – Mitgift festgelegt: gemäß hessischem Hausrecht, Währung und Zahlung geregelt, Aussteuer geregelt, im Gegenzug für Erbverzicht der Braut (3-4)

[3] – Widerlage festgelegt, Anlage von Mitgift und Morgengabe zur Witwenversorgung zugesichert: mit Zustimmung von Verwandten des Bräutigams, Witwengüter angewiesen, Witweneinkünfte festgelegt, Nutzungsrechte geregelt (4-5)

[4] – Witwensitz geregelt: außerhalb von Witwengütern in Residenzstadt Dessau, Einrichtung und Ausstattung geregelt – Vereidigung und Rechtsstellung von Bediensteten auf Witwengütern geregelt (5-6)

[5] – Witwengüter und Witwensitz geregelt: Ersatz im Schadensfall und bei Zerstörungen geregelt, Schutz zugesichert (6)

[6] – Morgengabe festgelegt: Verzinsung, Nutzung und Vererbung geregelt (7)

[7] – nach Tod der Braut ohne Kinder: lebenslane Nutzung von Mitgift und Aussteuer durch Bräutigam, danach Rückfall geregelt, Witwengüter bis zum Rückfall als Pfand gestellt (7-8)

[8] – Witwengüter geregelt: Rechtsstellung von Amtleuten und Untertanen geregelt (8)

[9] – Vererbung von Mitgift, Widerlage und Aussteuer an überlebende Kinder geregelt (8)

[10] – nach Tod des Bräutigams: Verfügung der Braut über Aussteuer und Zugewinn zugesichert (8-9)

[11] – Witwengüter geregelt: Austattung bei Bezug geregelt, Rückfall nach Tod der Braut als Witwe geregelt (9)

[12] – bei zweiter Ehe der Braut: Auszahlung von Mitgift an Braut, lebenslange Verzinsung von Widerlage geregelt, Abtretung von Witwengütern, Entlassung von Amtleuten und Untertanen und Rückgabe der Verschreibungsurkunden geregelt (9)

[13] – nach Ablösung von Witwengütern: Rückfall von Widerlage abgesichert durch Verschreibungsurkunden (9-10)

[14] – nach Tod der Braut ohne überlebende Kinder: Rückfall der Mitgift geregelt (10)

[15] – bei zweiter Ehe der Braut: Vererbung von Mitgift an Kinder aus erster und zweiter Ehe geregelt, Vererbung der Morgengabe für Kinder aus erster Ehe vorbehalten (10)

[16] – Indemnität der Braut von Schulden des Bräutigams geregelt (10)

[17] – Witwengüter geregelt: Erhaltung geregelt, Veräußerung verboten, Öffnung für Haus Anhalt zugesichert, weltliche und geistliche Herrschaftsrechte vorbehalten (10-11)

[18] – Einhaltung zugesichert: von Bräutigam auch in Vormundschaft für unmündigen Bruder (11)

[Esch] – Zustimmung erteilt von Vettern des Bräutigams: als Fürsten von Anhalt-Bernburg, Anhalt-Zerbst und Anhalt-Köthen (11-12)
erbrechtliche Regelungen
Mitgift festgelegt: im Gegenzug für Erbverzicht der Braut - 2

Morgengabe festgelegt: Verzinsung, Nutzung und Vererbung - 6

Vererbung von Mitgift, Widerlage und Aussteuer an überlebende Kinder geregelt - 9

bei zweiter Ehe der Braut: Vererbung von Mitgift an Kinder aus erster und zweiter Ehe geregelt, Vererbung der Morgengabe für Kinder aus erster Ehe vorbehalten - 15
Einordnung des Vertrags
 
#1
Textbezug zu vergangenen Ereignissen?
keiner
ständische Instanzen beteiligt?
keine
externe Instanzen beteiligt?
Zustimmung erteilt von Vettern des Bräutigams: als Fürsten von Anhalt-Bernburg, Anhalt-Zerbst und Anhalt-Köthen - Esch
Ratifikationen, Bestätigungen, Genehmigungen erwähnt?
Zustimmung erteilt von Vettern des Bräutigams: als Fürsten von Anhalt-Bernburg, Anhalt-Zerbst und Anhalt-Köthen - Esch
weitere Verträge zwischen Vertragspartnern geschlossen innerhalb 5 Jahren?
nicht nachgeweisen
militärische Konflikte zwischen Vertragspartnern ausgetragen innerhalb 5 Jahren?
nicht nachgewiesen