Dynastische Eheverträge der Frühen Neuzeit (1500-1800)

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Name
 
Ehevertrag Hessen-Kassel - Anhalt-Dessau 1617
Name
Ehevertrag Hessen-Kassel - Anhalt-Dessau 1617
(Bearbeitungsstand)
2017 XII BB
Grunddaten Ehevertrag
 
#1
Vertragspartner Bräutigam
Hessen-Kassel
Vertragspartner Braut
Anhalt-Dessau
Datum Vertragsschließung
14.7.1617
Ort Vertragsschließung
nicht nachgewiesen
Eheschließung vollzogen?
Ja
Interkonfessionelle Ehe?
Nein
Bräutigam
 
#1
Bräutigam Name, Titel
Otto, Erbprinz von Hessen-Kassel, Administrator von Hersfeld
Bräutigam Geburtsjahr
1594
Bräutigam Sterbejahr
1617
Bräutigam Dynastie
Hessen (Kassel)
Bräutigam Konfession
Evangelisch-Reformiert
Braut
 
#1
Braut Name, Titel
Agnes Magdalena von Anhalt-Dessau
Braut Geburtsjahr
1590
Braut Sterbejahr
1626
Braut Dynastie
Askanier (Anhalt)
Braut Konfession
Akteur Bräutigam
 
#1
Akteur Bräutigam Name, Titel
Moritz, Landgraf von Hessen-Kassel
Akteur Bräutigam GND
Akteur Bräutigam Dynastie
Hessen (Kassel)
Akteur Bräutigam Verhältnis zu Bräutigam
Vater
Akteur Braut
 
#1
Akteur Braut Name, Titel
Johann Georg I., Fürst von Anhalt-Dessau
Akteur Braut Dynastie
Askanier (Anhalt)
Akteur Braut Verhältnis zu Braut
Vater
Vertragstext
 
#1
Archivexemplar
Marburg, Staatsarchiv, Urk. 3, Nr. 292
Vertragssprache Archivexemplar
Deutsch
Drucknachweis
nicht nachgewiesen
Vertragssprache Druck
nicht nachgewiesen
Digitalisat Druck
nicht nachgewiesen
Vertragsinhalt
[Prä] – im Namen der heiligen Dreifaltigkeit, zu Lob und Ehren Gottes, zu Vermehrung guter Freundschaft, aus gutem Willen und Vorbedacht, mit Zustimmung von Braut und Bräutigam: Eheabrede getroffen, Vertragschließung bekundet (3)

[1] – Eheversprechen für Braut und Bräutigam ausgetauscht (3)

[2] – Mitgift festgelegt: gemäß anhaltischem Hausrecht, Zahlung geregelt, Aussteuer geregelt – im Gegenzug: Erbverzicht der Braut geregelt auf Vatererbe, Muttererbe, Brudererbe und Schwestererbe, Erbansprüche bei Aussterben des Hauses Anhalt in männlicher Linie ausgenommen, mit Zustimmung von Bräutigam (3-4)

[3] – Witwengüter und Witweneinkünfte festgelegt: im Gegenzug für Mitgiftzahlung, Nutzungsrechte geregelt (4-5)

[4-5] – Witwengüter geregelt: Vereidigung und Rechtsstellung von Amtleuten und Untertanen geregelt (5-6)

[6] – Witwengüter geregelt: weltliche und geistliche Herrschaftsrechte, Gerichtsbarkeit und Kirchenvisitation vorbehalten, Öffnung und Schadenersatz geregelt (6)

[7] – Witwengüter geregelt: Schutz durch Landgrafen von Hessen zugesichert (6-7)

[8] – Witwengüter geregelt: Öffnung und Veräußerung an Dritte, Bündnis mit Dritten verboten, Holznutzung und Erhaltung geregelt (7)

[9] – Witwengüter geregelt: Schadenersatz bei Einkommensausfall geregelt (7-8)

[10] – nach Tod von Bräutigam: Vormundschaft über unmündige Kinder geregelt gemäß hessischem Hausrecht, Bezug von Witwengütern geregelt, persönlicher Besitz der Braut als Witwe geregelt, Ausstattung und Zustand von Witwensitz geregelt (8-9)

[11] – bei zweiter Ehe der Braut: Ablösung von Witwengütern, Auszahlung von Mitgift und lebenslange Verzinsung der Widerlage geregelt, ggf. Vererbung von Mitgift und Nachlaß der Braut an Kinder aus erster und zweiter Ehe geregelt (9-10)

[12] – bei Tod der Braut ohne Kinder: Rückfall von Mitgift und Witwengütern, Vererbung von Nachlaß geregelt (10)

[13] – nach Tod der Braut ohne Kinder: lebenslange Nutzung der Mitgift durch Bräutigam, danach Rückfall der Mitgift geregelt (10)

[14] – Eigentum an Hochzeitsgeschenken geregelt: Schmuck an Braut gefallen, Silbergeschirr geteilt (10-11)

[15] – Schuldenhaftung der Braut geregelt (11)

[16] – Morgengabe festgelegt: Verzinsung, Nutzung, Vererbung und Ablösung geregelt (11-12)

[17] – bei Tod von Braut oder Bräutigam nach Hochzeit vor Mitgiftzahlung: Gültigkeit von Ehevertrag vereinbart (12)

[18] – bei Tod von Braut oder Bräutigam vor Hochzeit: Nichtigkeit von Ehevertrag vereinbart (12)

[Esch] – Einhaltung versprochen (12-13)
erbrechtliche Regelungen
Mitgift festgelegt: im Gegenzug: Erbverzicht der Braut geregelt auf Vatererbe, Muttererbe, Brudererbe und Schwestererbe, Erbansprüche bei Aussterben des Hauses Anhalt in männlicher Linie ausgenommen, mit Zustimmung von Bräutigam - 2

bei zweiter Ehe der Braut: ggf. Vererbung von Mitgift und Nachlaß der Braut an Kinder aus erster und zweiter Ehe geregelt - 11

bei Tod der Braut ohne Kinder: Rückfall von Mitgift und Witwengütern, Vererbung von Nachlaß geregelt - 12

Morgengabe festgelegt: Verzinsung, Nutzung, Vererbung und Ablösung geregelt - 16
Einordnung des Vertrags
 
#1
Textbezug zu vergangenen Ereignissen?
keiner
ständische Instanzen beteiligt?
keine
externe Instanzen beteiligt?
keine
Ratifikationen, Bestätigungen, Genehmigungen erwähnt?
keine
weitere Verträge zwischen Vertragspartnern geschlossen innerhalb 5 Jahren?
nicht nachgewiesen
militärische Konflikte zwischen Vertragspartnern ausgetragen innerhalb 5 Jahren?
nicht nachgewiesen