Dynastische Eheverträge der Frühen Neuzeit (1500-1800)

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Name
 
Ehevertrag Hessen-Kassel - Baden-Durlach 1612
Name
Ehevertrag Hessen-Kassel - Baden-Durlach 1612
(Bearbeitungsstand)
2017 XII BB
Grunddaten Ehevertrag
 
#1
Vertragspartner Bräutigam
Hessen-Kassel
Vertragspartner Braut
Baden-Durlach
Datum Vertragsschließung
2.12.1612
Ort Vertragsschließung
nicht nachgewiesen
Eheschließung vollzogen?
Ja
Interkonfessionelle Ehe?
Ja
Bräutigam
 
#1
Bräutigam Name, Titel
Otto, Erbprinz von Hessen-Kassel, Administrator von Hersfeld
Bräutigam Geburtsjahr
1594
Bräutigam Sterbejahr
1617
Bräutigam Dynastie
Hessen (Kassel)
Bräutigam Konfession
Evangelisch-Reformiert
Braut
 
#1
Braut Name, Titel
Katharina Ursula von Baden
Braut Geburtsjahr
1593
Braut Sterbejahr
1615
Braut Dynastie
Baden
Braut Konfession
Evangelisch-Lutherisch
Akteur Bräutigam
 
#1
Akteur Bräutigam Name, Titel
Moritz, Landgraf von Hessen-Kassel
Akteur Bräutigam GND
Akteur Bräutigam Dynastie
Hessen (Kassel)
Akteur Bräutigam Verhältnis zu Bräutigam
Vater
Akteur Braut
 
#1
Akteur Braut Name, Titel
Georg Friedrich, Markgraf von Baden-Durlach
Akteur Braut Dynastie
Baden
Akteur Braut Verhältnis zu Braut
Vater
Vertragstext
 
#1
Archivexemplar
Marburg, Staatsarchiv, Urk. 3, Nr. 286
Vertragssprache Archivexemplar
Deutsch
Drucknachweis
nicht nachgewiesen
Vertragssprache Druck
nicht nachgewiesen
Digitalisat Druck
nicht nachgewiesen
Vertragsinhalt
[Prä] – im Namen der heiligen Dreifaltigkeit, zu Lob und Ehren Gottes, zur Vermehrung guter Freundschaft, mit gutem Willen und Vorbedacht, mit Zustimmung von Braut und Bräutigam: Eheabrede getroffen, Vertragschließung bekundet (1)

[1] – Eheversprechen ausgetauscht: für Braut und Bräutigam (1)

[2] – Mitgift festgelegt, Aussteuer geregelt: nach badischem Hausgebrauch, Zahlung geregelt, im Gegenzug für Erbverzicht der Braut auf Vatererbe, Muttererbe, Brudererbe und Schwestererbe, Erbansprüche bei Aussterben des Hauses Baden in männlicher Linie ausgenommen, mit Zustimmung des Bräutigams (1-2)

[3] – im Gegenzug für Mitgiftzahlung: Witwengüter und Witweneinkünfte festgelegt, Nutzungsrechte geregelt (2)

[4-5] – Witwengüter geregelt: Vereidigung und Rechtsstellung von Amtleuten und Untertanen geregelt (2)

[6] – Witwengüter geregelt: weltliche und geistliche Herrschaftsrechte, Gerichtsbarkeit und Kirchenvisitation vorbehalten, Öffnung und Schadenersatz geregelt (2-3)

[7] – Witwengüter geregelt: Schutz durch Landgrafen von Hessen zugesichert (3)

[8] – Witwengüter geregelt: Öffnung und Veräußerung an Dritte, Bündnis mit Dritten verboten, Holznutzung und Erhaltung geregelt (3)

[9] – Witwengüter geregelt: Schadenersatz bei Einkommensausfall geregelt (3)

[10] – nach Tod von Bräutigam: Vormundschaft über unmündige Kinder geregelt gemäß hessischem Hausrecht, Bezug von Witwengütern geregelt, persönlicher Besitz der Braut als Witwe geregelt, Ausstattung und Zustand von Witwensitz geregelt (3-4)

[11] – bei zweiter Ehe der Braut: Ablösung von Witwengütern, Auszahlung von Mitgift und lebenslange Verzinsung der Widerlage geregelt, ggf. Vererbung von Mitgift und Nachlaß der Braut an Kinder aus erster und zweiter Ehe geregelt (4)

[12] – bei Tod der Braut ohne Kinder: Rückfall von Mitgift und Witwengütern, Vererbung von Nachlaß geregelt (4-5)

[13] – nach Tod der Braut ohne Kinder: lebenslange Nutzung der Mitgift durch Bräutigam, danach Rückfall der Mitgift geregelt (5)

[14] – Eigentum an Hochzeitsgeschenken geregelt: Schmuck an Braut gefallen, Silbergeschirr geteilt (5)

[15] – Schuldenhaftung der Braut geregelt (5)

[16] – Morgengabe festgelegt: Verzinsung, Nutzung, Vererbung und Ablösung geregelt (5-6)

[17] – bei Tod von Braut oder Bräutigam nach Hochzeit vor Mitgiftzahlung: Gültigkeit von Ehevertrag vereinbart (6)

[18] – bei Tod von Braut oder Bräutigam vor Hochzeit: Nichtigkeit von Ehevertrag vereinbart (6)

[Esch] – Einhaltung versprochen (6)
erbrechtliche Regelungen
Mitgift festgelegt, Aussteuer geregelt: im Gegenzug für Erbverzicht der Braut auf Vatererbe, Muttererbe, Brudererbe und Schwestererbe, Erbansprüche bei Aussterben des Hauses Baden in männlicher Linie ausgenommen, mit Zustimmung des Bräutigams - 2

bei zweiter Ehe der Braut: ggf. Vererbung von Mitgift und Nachlaß der Braut an Kinder aus erster und zweiter Ehe geregelt - 11

bei Tod der Braut ohne Kinder: Rückfall von Mitgift und Witwengütern, Vererbung von Nachlaß geregelt - 12

Morgengabe festgelegt: Verzinsung, Nutzung, Vererbung und Ablösung geregelt - 16
Einordnung des Vertrags
 
#1
Textbezug zu vergangenen Ereignissen?
keiner
ständische Instanzen beteiligt?
keine
externe Instanzen beteiligt?
keine
Ratifikationen, Bestätigungen, Genehmigungen erwähnt?
keine
weitere Verträge zwischen Vertragspartnern geschlossen innerhalb 5 Jahren?
nicht nachgewiesen
militärische Konflikte zwischen Vertragspartnern ausgetragen innerhalb 5 Jahren?
nicht nachgewiesen