Dynastische Eheverträge der Frühen Neuzeit (1500-1800)

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Name
 
Ehevertrag Frankreich - Pfalz (Kurpfalz) 1671
Name
Ehevertrag Frankreich - Pfalz (Kurpfalz) 1671
(Bearbeitungsstand)
2017 IX BB
Grunddaten Ehevertrag
 
#1
Vertragspartner Bräutigam
Frankreich
Vertragspartner Braut
Pfalz (Kurpfalz)
Datum Vertragsschließung
6.11.1671
Ort Vertragsschließung
Versailles
Eheschließung vollzogen?
Ja
Interkonfessionelle Ehe?
Ja
Bräutigam
 
#1
Bräutigam Name, Titel
Philipp I., Herzog von Orleans (Philippe)
Bräutigam Geburtsjahr
1640
Bräutigam Sterbejahr
1701
Bräutigam Dynastie
Bourbon (Frankreich)
Bräutigam Konfession
Römisch-Katholisch
Braut
 
#1
Braut Name, Titel
Elisabeth Charlotte von der Pfalz (Liselotte)
Braut Geburtsjahr
1652
Braut Sterbejahr
1722
Braut Dynastie
Wittelsbach (Pfalz)
Braut Konfession
Evangelisch-Reformiert
Akteur Bräutigam
 
#1
Akteur Bräutigam Name, Titel
Ludwig XIV., König von Frankreich
Akteur Bräutigam GND
Akteur Bräutigam Dynastie
Bourbon (Frankreich)
Akteur Bräutigam Verhältnis zu Bräutigam
Bruder
 
#2
Akteur Bräutigam Name, Titel
Philipp I., Herzog von Orleans (Philippe)
Akteur Bräutigam GND
Akteur Bräutigam Dynastie
Bourbon (Frankreich)
Akteur Bräutigam Verhältnis zu Bräutigam
selbst
Akteur Braut
 
#1
Akteur Braut Name, Titel
Karl I. Ludwig, Kurfürst von der Pfalz
Akteur Braut Dynastie
Wittelsbach (Pfalz)
Akteur Braut Verhältnis zu Braut
Vater
 
#2
Akteur Braut Name, Titel
Elisabeth Charlotte von der Pfalz (Liselotte)
Akteur Braut Dynastie
Wittelsbach (Pfalz)
Akteur Braut Verhältnis zu Braut
selbst
Vertragstext
 
#1
Archivexemplar
nicht nachgewiesen
Vertragssprache Archivexemplar
nicht nachgewiesen
Digitalisat Archivexemplar
nicht nachgewiesen
Drucknachweis
CTS 12, S. 45-50
Vertragssprache Druck
Französisch
Digitalisat Druck
nicht nachgewiesen
Vertragsinhalt
[Prä] – im Wunsch des Bräutigamsbruders zur standesgemäßen Fürsorge für den Bräutigam, nach Entschluß des Bräutigams zu zweiter Eheschließung, wegen der hohen Geburt der Braut, wegen der vielen Bündnisse zwischen beiden Kronen: Brautwahl und Brautwerbung durch Bräutigambruder bekundet, Eheverhandlungen und Abschluß von Vorvertrag mit Zustimmung des Papstes bekundet – mit Zustimmung der Brautleute: Einigung auf Ehevertrag bekundet (45f.)

1 – Eheschließung vereinbart: nach katholischem Ritus

2 – Überführung und Aussteuer der Braut geregelt

3-4 – Eheschließung durch Prokurator in Metz geregelt

5 – Überführung der Braut und persönliche Eheschließung geregelt

6 – Mitgift geregelt: nach Hausrecht, zu Eigentum der Braut, Unterhaltsgüter von Bräutigam als Pfand für Rückfall eingesetzt, Witwengüter geregelt

7 – Erbverzicht der Braut geregelt: auf Herrschaften, väterliches und und mütterliches Erbe, ausgenommen außerdeutsche Güter und Allodialgüter der pfälzischen Dynastie

8 – Gütergemeinschaft der Brautleute an mobilen Gütern und Zugewinn während der Ehe vereinbart: persönlicher Besitz von Bräutigam geregelt

9 – Brautjuwelen festgelegt: Nutzung und Vererbung nach Tod von Braut oder Bräutigam ohne Kinder geregelt

10 – Witweneinkünfte festgelegt: zahlbar aus Witwengütern oder Unterhaltsgütern des Bräutigams, Witwensitz geregelt

11-12 – nach Tod von Bräutigam ohne überlebende Kinder: Aufhebung oder Fortbestand der Gütergemeinschaft geregelt, Schuldenhaftung der Braut geregelt, persönlicher Besitz der Braut und Witwenversorgung geregelt– nach Tod von Bräutigam mit überlebenden Kindern: Anteil der Braut an Gütergemeinschaft geregelt

13 – nach Tod der Braut: Vererbung von Mitgift und Nachlaß geregelt

14 – Indemnität von Vermögen der Braut gegen Entfremdung zugesichert

15 – Einhaltung zugesichert
Regelungen über Thronfolge und Regentschaft
Erbverzicht der Braut geregelt: auf Herrschaften, väterliches und und mütterliches Erbe, ausgenommen außerdeutsche Güter und Allodialgüter der pfälzischen Dynastie - 7
konfessionelle Regelungen
Eheschließung vereinbart: nach katholischem Ritus - 1
erbrechtliche Regelungen
Erbverzicht der Braut geregelt: auf Herrschaften, väterliches und und mütterliches Erbe, ausgenommen außerdeutsche Güter und Allodialgüter der pfälzischen Dynastie - 7

Brautjuwelen festgelegt: Nutzung und Vererbung nach Tod von Braut oder Bräutigam ohne Kinder geregelt - 9

nach Tod der Braut: Vererbung von Mitgift und Nachlaß geregelt - 13
Einordnung des Vertrags
 
#1
Textbezug zu vergangenen Ereignissen?
keiner
ständische Instanzen beteiligt?
keine
externe Instanzen beteiligt?
Zustimmung des Papstes erwähnt - Prä
Ratifikationen, Bestätigungen, Genehmigungen erwähnt?
keine
weitere Verträge zwischen Vertragspartnern geschlossen innerhalb 5 Jahren?
nicht nachgewiesen
Literatur
Goetze 1996, S. 22 f., 27 - Schaab 1992, S. 140 f., 148 f.